Wie der Honig entsteht

Honig ist eines der faszinierendsten Naturprodukte überhaupt – und seine Entstehung ist ein beeindruckendes Zusammenspiel von Blüten, Bienen und präziser Handarbeit im Bienenstock.

Bienen ernähren sich vegetarisch. Den Proteinbedarf decken sie mit Pollen (Blütenstaub). Der Honig dient den Bienen primär als Energiespender. 

Bienen finden in den Blüten Pollen und Nektar. Der Pollen wird an den Hinterbeinen transportiert, der Nektar im Honigmagen. Nektar wird mit Säuren und Enzymen angereichert und in den Waben deponiert. Hier reift er in wenigen Wochen zum Honig heran. Der Wassergehalt von maximal 18.5% sowie andere Inhaltsstoffe geben dem Honig die lange Haltbarkeit.

Honigtau auf Blättern und Tannenzweigen
Blattläuse ernähren sich von Pflanzensäften, aus denen sie einzelne Komponenten herausfiltrieren. Der Rest wird als Honigtau ausgeschieden. Dieser Honigtau wird von den Bienen gesammelt und zu Waldhonig verarbeitet.

Honig: Flüssig oder fest?
Das Auskristallisieren von Honig ist ein natürlicher Vorgang und ist abhängig vom Verhältnis von Traubenzucker zu Fruchtzucker sowie vom Wassergehalt. Honige mit einem hohen Fruchtzuckergehalt bleiben lange flüssig.

(Bienen.ch)

1. Sammeln des Nektars

Alles beginnt, wenn die Bienen auf ihren Sammelflügen den süssen Nektar aus den Blüten oder den Honigtau aufnehmen. In ihrer Honigblase wird er sicher in den Bienenstock transportiert.

2. Veredelung

Zurück im Stock übergeben die Sammelbienen den Nektar an Stockbienen. Durch die Zugabe spezieller Enzyme beginnt die Umwandlung des Nektars – ein entscheidender Schritt, der den Grundstein für die Haltbarkeit und den besonderen Geschmack des Honigs legt.

Wenn die Sammelbiene den Nektar in den Bienenstock bringt, hat er anfangs einen sehr hohen Wassergehalt (meist 50–80 %).

Sie übergibt den Nektar an Stockbienen, die ihn immer wieder kauen, bewegen und mit Enzymen versetzen.

Dadurch verdunstet bereits ein Teil des Wassers.

Wenn der Nektar in die Wabenzellen eingetragen wird, beginnt die eigentliche „Trocknungsphase“:

Viele Bienen setzen sich rund um die Waben und fächeln aktiv mit ihren Flügeln. Dadurch entsteht ein Luftstrom im gesamten Stock. Die warme, bewegte Luft sorgt dafür, dass das überschüssige Wasser verdunstet.

Erst wenn der Wassergehalt auf unter etwa 18,5 % gesunken ist, spricht man von echtem Honig.

3. Versiegeln der Waben

Ist der Honig reif, verschliessen die Bienen die Wabenzellen mit einer feinen Wachsschicht. Dadurch bleibt der Honig geschützt und lange haltbar – ein natürlicher Vorrat für das Bienenvolk.


Honig ist also weit mehr als ein Süssungsmittel: Er ist das Ergebnis natürlicher Prozesse, sorgfältiger Bienenarbeit und der Vielfalt unserer Pflanzenwelt.

Die Honigwaben werden begutachtet. Alle, welche voll Honig und gut mit einer Wachsschicht "verdeckelt" sind, werden in den Schleuderraum gebracht. 

Diese hier auf dem Bild ist noch halb leer, da müssen die Mädels noch etwas arbeiten 😊

Die Wachsschicht auf den Honigwaben wird entfernt.

Die Honigwaben werden in die Honigschleuder gestellt und dann wird durch die Zentrifugalkraft der Honig aus den Waben geschleudert.