Faszination Honig & Bienen
π Wussten Sie, dass ein Esslöffel π― Honig ausreicht, um einen Menschen 24 Stunden lang am Leben zu halten?
π Wussten Sie, dass auf einer der ersten Münzen der Welt das Symbol einer Biene abgebildet war?
π Wussten Sie, dass Honig lebende Enzyme enthält?
π Wussten Sie, dass bei Kontakt mit einem Metalllöffel diese Enzyme absterben?
Honig isst man am besten mit einem Holzlöffel; Wenn Sie keinen finden, verwenden Sie einen Plastiklöffel.
π Wussten Sie, dass Honig eine Substanz enthält, die die Gehirnfunktion verbessert?
π Wussten Sie, dass Honig eines der Lebensmittel nur wenige auf der Erde ist, das allein das menschliche Leben erhalten kann?
π Wussten Sie, dass Bienen in Afrika Menschen vor dem Hungertod retteten?
π Wussten Sie, dass Propolis, das von Bienen produziert wird, eines der stärksten natürlichen Antibiotika ist?
π Wussten Sie, dass Honig kein Verfallsdatum hat?
π Wussten Sie, dass die Leichen der größten Kaiser der Welt in goldenen Särgen begraben und dann mit Honig bedeckt wurden, um der Verwesung vorzubeugen?
π Wussten Sie, dass der Begriff „Flitterwochen“ aus der Tradition kommt, dass Jungvermählten nach der Heirat Honig konsumieren, um die Fruchtbarkeit zu steigern?
π Wussten Sie, dass eine Biene weniger als 40 Tage lebt, mindestens 1.000 Blüten besucht und weniger als einen Teelöffel Honig produziert, für die Biene jedoch die Arbeit eines ganzen Lebens ist?
Danke, liebe Bienen..! ππ
Das Bienenleben
Die drei Bienenwesen haben unterschiedlich lange Enzwicklungszeiten. Bei der Königin dauert diese 16 Tage, bei der Arbeiterin 21 Tage und bei der Drohne 24 Tage.
Die Königin heftet das Ei als stehendes Stiftchen an den Boden der Brutzelle, die sofort von den Ammenbienen umsorgt und gefüttert wird. Die Ernährung der Larve entscheidet die Differenzierung bei der Entwicklung zur Arbeiterin oder Königin.
Drohnen entstehen aus unbefruchteten Eiern. Die Königin entscheidet, ob ein Ei befruchtet wird oder nicht.
Eine Arbeiterinnenlarve wird während dreieinhalb Tagen mit Futtersaft und danach mit Honig und Pollen versorgt. Königinnenlarven werden mit einem speziellen Königinnenfuttersaft gefüttert - das Gelée Royal. Die Larven erhalten diesen bis zum Entwicklungsende und werden viel öfters gefüttert als Arbeiterinnenlarven. Drohnenlarven werden wie die Arbeiterinnenlarven ab dem dritten Tag mit Pollen und Nektar ernährt.
Das Leben einer Arbeitsbiene: Von der Putzfrau zur Kundschafterin
Das Leben einer Arbeiterin in einem Bienenstaat ist nicht von allzu langer Dauer geprägt – die Sommerbiene bringt es auf etwa 35 Tage, und die Winterbiene kann bis zu neun Monate alt werden. In ihrem Leben führt sie mehrere „Berufe“ aus.
Tag 1 bis 2 im Leben einer Arbeitsbiene
In den ersten Tagen ihres Bienenlebens übt die Arbeiterin den Beruf der „Putzfrau“ aus. Sie ist ausschließlich im Bienenstock tätig und für die Reinigung der Wabenzellen für den Nachwuchs zuständig.
Tag 3 bis 12 des Lebenszyklus einer Honigbiene
Ab dem 3. Tag ist sie für die Versorgung der älteren Maden verantwortlich und füttert diese mit dem Bienenbrot – bestehend aus Honig und Blütenpollen. Im Alter von sechs Tagen beginnen sich die Futtersaftdrüsen der Arbeiterin zu entwickeln, in welchen sie das Gelée Royale (Schwesternmilch) produziert. Das nahrhafte Gelée Royale bekommen dann die Bienenkönigin und die jungen Larven zu fressen. In dieser Zeit haben sich die Giftdrüsen der Arbeiterin gebildet, und die Biene ist nun gegen Gefahren besonders gewappnet.
Tag 13 bis 17 im Leben einer Arbeitsbiene
Ab dem 13. Lebenstag bilden sich die Futtersaftdrüsen schon wieder zurück. Dafür beginnen nun die Wachsdrüsen am Hinterleib der Arbeiterin aktiv zu werden und scheiden Wachsplättchen ab. Diese dienen der Arbeiterin als Bausteine, denn nun übt sie den Beruf einer „Bauarbeiterin“ aus. Mit den Wachsplättchen repariert sie beschädigte Zellen, verdeckelt die Honig- und Larvenzellen und baut neue Waben. Doch das schafft sie nicht alleine. Hierfür braucht sie die Hilfe ihrer Kolleginnen des gleichen Berufes. Sie hängen sich aneinander und bilden ein dichtes Netz von Bienenkörpern über der Baustelle –aus 100 Gramm Wachs bauen die Arbeiterinnen somit ca. 8.000 Zellen. Diese „Bienenvorhänge“ treten auch an anderen Stellen auf – ein Phänomen, mit dem sich die Bienenforschung aktiv auseinandersetzt. Neben dieser Tätigkeit verarbeiten die Arbeiterinnen den Nektar zu Honig.
Tag 18 bis 21 im Leben einer Arbeitsbiene
Nun tritt die kleine Arbeiterin den „Wachdienst“ an. Ihre Futtersaft- und Wachsdrüsen haben sich mittlerweile zurückgebildet, und sie wacht nun vor dem Stock und kontrolliert, wer hinein darf und wer nicht. Neben dem Wachdienst fliegt sie auch durch die nähere Umgebung, um sich einen Überblick zu verschaffen.
Tag 22 bis 35 bzw. länger (bei Winterbienen)
Ab dem 22. Lebenstag ist die Biene volljährig und kundschaftet als „Flugbiene“ oder als „Sammelbiene“ die üppigsten Blumenlandschaften und Wiesen aus. Wenn sie eine nahrhafte Quelle gefunden hat, fliegt sie zum Bienenvolk zurück, um die Informationen an die anderen Bienen weiterzugeben. Kommuniziert wird in Form einer Tanzsprache – dem Rundtanz oder dem Schwänzeltanz. Aufgrund der in den Tänzen enthaltenen Informationen finden die Sammlerinnen die Futterstelle.
Nach den intensiven Arbeitswochen hat die kleine Biene viele Haare verloren und ihre Flügel sind durch die Arbeit abgenutzt. Da sie sehr schwach geworden ist, fällt sie meist einfach zu Boden und wird von anderen Tieren – wie Spinnen oder Vögeln – gefressen.